«Gehörlos» und «Hörbehindert» sind akzeptierten Begriffe. Das veraltete «Taubstumm» hingegen ist unangemessen, da Hörbehinderte nicht per se auch stumm sind und als beleidigend aufgefasst wird.

Gehörlose kommunizieren visuell. Deshalb ist Blickkontakt essenziell für sie. Blickkontakt stellt ausserdem sicher, dass von den Lippen abgelesen werden kann.

Die Schriftsprachkompetenz von Gehörlosen ist durchschnittlich signifikant tiefer als bei Hörenden. Das hat zur Folge, dass Texte eine Barriere für sie darstellen. Informationen in Textform sind für sie unzugänglich und deshalb braucht es Gebärdensprachverdolmetschungen.

«LSF» steht für «La Langue des Signes Française» und ist die französische Gebärdensprache, die im Welschland benutzt wird.
In der Deutschschweiz wird die «DSGS», die Deutschschweizer Gebärdensprache verwendet.
Im Tessin benutzen die Gehörlosen die italienische Gebärdensprache, die «LIS» – Lingua Italiana dei Segni.

Eine Technik, um Texte für Gehörlose zugänglicher zu machen, ist die «Leichte Sprache». Dabei werden beispielsweise schwierige grammatikalische Strukturen wie Passivsätze umgeschrieben. So kann die Sprachbarriere teilweise aufgehoben werden.

Kinder von Gehörlosen nennt man «CODAs» (Children of Deaf Adults). «HCODAs» sind spezifisch hörende Kinder von Gehörlosen Eltern, wie Mia hier. HCODAs fingieren oft als Dolmetscher:innen für ihre Eltern.

«Augenkontakt»


Dieses Webcomic entstand im Rahmen der Bachelorarbeit von Johanna Novak an der Fachhochschule Graubünden im Studiengang Multimedia Production.